Trau dich! Ein starkes Stück über Gefühle, Grenzen und Vertrauen
Prävention vor sexualisierter Gewalt an der Heinrich-Mann-Schule
Die HMS setzt sich dafür ein, dass sich alle Schülerinnen und Schüler sicher, respektiert und geschützt fühlen können. In den Jahrgängen 5 und 6 haben wir hierfür das Projekt „Trau dich!“ als Baustein der Prävention erstmals durchgeführt. Ziel ist es, Kindern frühzeitig zu vermitteln, was grenzverletzendes Verhalten bedeutet, wie man unangenehme Situationen erkennen kann und wie sie sich sicher Hilfe holen können. Dabei steht die Stärkung der Selbstwirksamkeit und das Vertrauen in Vertrauenspersonen an der Schule im Mittelpunkt.
Die Inhalte des Projekts orientieren sich an altersgerechten Antworten auf zentrale Fragen: Welche Rechte habe ich? Wer kann mir helfen? Wie sage ich Nein, wenn mir etwas nicht gefällt? Welche Schritte muss ich gehen, wenn mich etwas verunsichert?
Die Jahrgänge 5 und 6 besuchten hierfür die Theateraufführung „Trau dich!“. In der Aufführung wurden die Themen Grenzverletzungen, Nein-Sagen und Hilfsangebote anschaulich auf die Bühne gebracht. In altersgerechten Szenen greift „Trau Dich!“ Alltagssituationen von Kindern auf und zeigt, wie Grenzverletzungen erkannt werden können. Die Schauspielenden Ole Bechtold, Volker Kehl, Luise Schlingmann und Jana Saxler brachten ganz unterschiedliche Situationen von Übergriffen und sexualisierter Gewalt sensibel und altersgerecht auf die Bühne. Die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer werden aktiv einbezogen und ermutigt, ihre Gedanken und Gefühle einzubringen. So entsteht ein geschützter Raum, in dem wichtige Themen offen angesprochen werden können. Ziel des Theaterstücks ist es, Kinder zu stärken, ihr Selbstbewusstsein zu fördern und ihnen konkrete Handlungsmöglichkeiten mitzugeben.
Reaktion einer Schülerin nach der Theatervorstellung:
„Ich fand das Theaterstück ein bisschen sonderbar, da es Sachen ansprach, von denen ich fast noch nichts gehört habe und mir so fremd vorkamen. Jedoch fand ich das Theaterstück sehr informativ, da es zeigte, wie man sich in manchen Situationen verhalten sollte.
Die vier Schauspieler konnten Emotionen und andere Dinge sehr gut darstellen, dies machte es einfacher die verschiedenen Situationen/Szenen zu verstehen und man konnte sich so besser in das Stück hineinversetzen. Ich fand es gut, dass das Publikum mitwirken konnte und so verschiedene Probleme, die im Stück vorkamen, mit lösen konnte.“
Parallel zur Aufführung wurden unsere Lehrkräfte in kindgerechter Ansprache zu Präventionsthemen fortgebildet, wodurch sie Sicherheit im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern schaffen, Hilfswege kennen und den Lernraum sensitiv gestalten können. Ein Elternabend informierte darüber, welche Inhalte, Ziele und Strukturen das Projekt verfolgt, und bot Raum für Austausch. Zusätzlich erhielten Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte umfangreiches Informationsmaterial zu Rechten, Hilfsangeboten und Ansprechpersonen an der Schule. Dies soll die nachhaltige Umsetzung im Schulalltag unterstützen.
Online Material für Kinder
Für die Umsetzung von „Trau dich“ arbeiten wir mit bewährten theaterpädagogischen Ansätzen sowie externen Fachstellen und Partnern zusammen. Förderer des Projekts tragen dazu bei, Schutzkonzepte zu stärken und Lernen anschaulich zu gestalten. Das Projekt soll in unserem Schulprogramm festgehalten und durch regelmäßige Auffrischungen verankert werden, damit Rechte, Hilfewege und sichere Räume dauerhaft sichtbar bleiben. So schaffen wir eine Kultur des offenen Dialogs, in der Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler und Eltern gemeinsam Verantwortung übernehmen und sich Hilfe jederzeit holen können.
Die Rechte der Schülerinnen und Schüler stehen im Mittelpunkt: Jedes Kind darf Nein sagen, muss geschützt werden, und hat das Recht auf Hilfe. Gleichzeitig klären wir darüber auf, welche Möglichkeiten es gibt, Hilfe zu finden – innerhalb der Schule über Vertrauenspersonen bis hin zu externen Beratungsstellen. Ziel ist es, gemeinsam eine sichere Lernumgebung zu schaffen, in der sich alle Schülerinnen und Schüler stark und geschützt fühlen.
Außerschulische Hilfsangebote
- Nummergegenkummer 116111
- www.finger-weg.click
- Finger weg! Telefon: 06103 9886901





