Kamera an für die Gesundheit: Die 7dG im Einsatz gegen das Rauchen

Die Klasse 7dG beteiligt sich in diesem Schuljahr am bundesweiten Nichtraucherwettbewerb „Be Smart – Don’t Start“. Der Wettbewerb läuft von November 2025 bis April 2026 und richtet sich vor allem an die Klassenstufen 6 bis 8.

„Be Smart – Don’t Start“ ist ein Präventionsprojekt, das Schülerinnen und Schüler dazu motiviert, rauchfrei zu leben. Ziel ist es, gar nicht erst mit dem Rauchen zu beginnen oder damit aufzuhören. Dabei geht es nicht nur um klassische Zigaretten, sondern auch um E-Zigaretten, Vapes, Shishas und alle nikotinhaltigen Produkte. Das Programm vermittelt auf eine altersgerechte und kreative Weise die Vorteile eines gesunden, rauchfreien Lebens.

Die Klasse hat sich im November mit großer Mehrheit für die Teilnahme entschieden und verpflichtet sich, gemeinsam rauchfrei zu bleiben. Alle Schülerinnen und Schüler haben einen Vertrag unterschrieben und es wird regelmäßig überprüft, ob sich mindestens 90 % der Klasse an die Vereinbarung halten.

Kreativwettbewerb: Ideenvielfalt und Engagement

Neben dem eigentlichen Wettbewerb hat die Klasse 7dG auch am Kreativwettbewerb teilgenommen und dabei beeindruckende Ergebnisse entwickelt:

  • Videos im Stil einer Nachrichtensendung
  • einen Kurzfilm 
  • Aufklärungsvideos
  • Straßenumfragen mit Passanten
  • sowie Plakate, die im Rahmen eines Vortrags präsentiert wurden

In einem Video im Stil einer Nachrichtensendung berichteten zwei Gruppen über die Wirkung von Nikotin. Dabei wurde erklärt, dass Nikotin im Gehirn Dopamin freisetzt und dadurch ein kurzzeitiges Glücks- und Belohnungsgefühl entsteht. Gleichzeitig wurde gezeigt, dass sich der Körper schnell daran gewöhnt – wodurch eine Abhängigkeit entsteht. Auch scheinbar positive Effekte wie gesteigerte Konzentration oder Stresslinderung wurden kritisch hinterfragt.

Beide Nachrichtensendungen setzten zudem einen Schwerpunkt auf die Umweltfolgen des Rauchens:

  • Zigarettenstummel sind ein großes Müllproblem
  • Filter bestehen häufig aus Plastik und brauchen 10–15 Jahre, um sich zu zersetzen
  • Giftstoffe können Boden und Wasser verschmutzen
  • Ein einzelner Zigarettenstummel kann bis zu 40 Liter Wasser verunreinigen

Eine Gruppe dokumentierte Umweltverschmutzung durch Zigaretten in Dietzenbach und die Präsentation machte deutlich, dass Nichtrauchen nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern auch der Umwelt zugutekommt.

In einem Aufklärungsvideo informierte eine Gruppe über die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen des Rauchens. Dabei wurde besonders betont, wie schnell Jugendliche in eine Abhängigkeit geraten können. Gleichzeitig stellte das Video heraus, welche Vorteile ein rauchfreies Leben bietet: mehr Fitness, bessere Konzentration und langfristige Gesundheit.

Ein Kurzfilm zeigte eindrucksvoll, wie sich Rauchen über längere Zeit auf das Leben auswirken kann. Anhand einer fiktiven Geschichte wurde dargestellt, wie aus gelegentlichem Konsum eine Gewohnheit wird – mit negativen Folgen für Gesundheit und Alltag. Dabei wurde bewusst darauf geachtet, nicht zu belehren, sondern zum Nachdenken anzuregen und positive Alternativen zum Rauchen sichtbar zu machen.

Im Rahmen von zwei Straßenumfragen befragten die jeweiligen Gruppen Passanten zu ihren Meinungen zu ihren Meinungen und Erfahrungen rund um das Thema Rauchen.

Dabei stellten sie Fragen wie zum Beispiel, warum Menschen mit dem Rauchen angefangen haben, ob sie es heute bereuen, ob das Rauchen stärker reguliert werden sollte oder welche Tipps sie Jugendlichen geben würden. Die Antworten waren vielfältig: Viele Befragte berichteten, dass sie aus Neugier oder Gruppendruck mit dem Rauchen begonnen hätten. Gleichzeitig gaben zahlreiche Erwachsene an, dass sie sich im Nachhinein wünschten, nie angefangen zu haben, da das Aufhören sehr schwerfalle. Besonders eindrücklich war, dass viele Passanten Jugendlichen davon abrieten, mit dem Rauchen zu beginnen, und stattdessen zu einem gesunden Lebensstil rieten. Beispielsweise hob eine Yogalehrerin die Vorzüge ihres gesunden Lebensstils hervor, seit sie vor 10 Jahren mit dem Rauchen aufgehört habe.

Durch die Interviews konnten die Schülerinnen und Schüler als „Botschafter“ für ein rauchfreies Leben agieren, unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und reale Erfahrungen in ihre Arbeit einbeziehen. Die Ergebnisse wurden in den Videos anschließend abwechslungsreich zusammengestellt und auch statistisch ausgewertet. Dabei wurde bewusst darauf geachtet, alle Meinungen respektvoll darzustellen und keine Meinung abzuwerten. Stattdessen stand im Vordergrund, zum Nachdenken anzuregen und zu zeigen, dass ein rauchfreies Leben viele Vorteile bietet. Diese Perspektiven haben der Klasse geholfen, das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Und sie hofft, dass sie vielleicht auch einige Erwachsene zum Nachdenken anregen konnte…?

„Es war spannend zu hören, wie ehrlich die Leute über ihre Erfahrungen gesprochen haben“, berichtet ein Schüler, der Teil einer Interviewgruppe war. Besonders in Erinnerung geblieben sei ihm das Interview mit einer ehemaligen Krankenschwester, die von ihrer Erfahrung mit der Behandlung von Raucherinnen und Rauchern im Krankenhaus berichtet und ihr Bedauern darüber ausgedrückt habe, dass sie ihre eigene Tochter nicht vom Rauchen abhalten konnte.

Eine Gruppe der Klasse bereitete ihre Ergebnisse in Form eines Plakats und einer Präsentation auf und stellte diese der Klasse vor. Auf dem Plakat war zentral ein großes „Rauchen verboten“-Symbol zu sehen, ergänzt durch übersichtlich gestaltete Informationstexte und ein kleines Quiz, das die Zuhörer aktiv einbezog.

Die kreativen Beiträge zeigen, wie intensiv sich die Klasse mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Ziel war es dabei stets, das positive Image desNichtrauchens zu stärken, ohne andere zu verurteilen. „Das Drehen der Videos hat richtig Spaß gemacht – und gleichzeitig haben wir viel gelernt“, äußerte eine Schülerin, die in einer Gruppe als Nachrichtensprecherin Informationen vermittelte. Ein anderer Schüler hob positiv hervor, dass der Zeitrahmen für das Projekt eine besonders intensive Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglich habe.

Marina Brügge, Klassenlehrerin der 7dG und Präventionsbeauftragte der Schule erläutert, dass der Wettbewerb die Gelegenheit biete, das Thema Rauchen frühzeitig anzusprechen und ein Bewusstsein für gesundheitliche Risiken und gesellschaftliche Folgen zu schaffen. „Mich hat beeindruckt, mit wie viel Ernsthaftigkeit und Kreativität sich die Klasse mit dem Thema Rauchen auseinandergesetzt hat. Sie hat gezeigt, wie überzeugend und verantwortungsbewusst man ein so wichtiges Thema aufbereiten kann. Die Schülerinnen und Schüler informierten nicht nur, sondern regten auch zum Nachdenken an. Dabei haben sie eine klare Haltung für ein gesundes Leben entwickelt“, äußert Brügge.

Die Klasse 7dG zeigt mit ihrer Teilnahme großen Einsatz für Gesundheit und Prävention – und setzt damit ein starkes Zeichen für ein rauchfreies Leben.